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Wednesday, July 5, 2017

Zu lang, zu kurz und ein Loch unterm Arm


Bei mir lebt eine neue Katze, ein Kater namens Susu, der an Fäden verständlicherweise sehr interessiert ist. Das macht sowohl das Stricken als auch das Sticken leider recht schwer. Aber manchmal schaffe ich es doch, ein paar Maschen zu stricken. Im Moment habe ich ein altes Projekt in der Mangel - einen wunderschönen Mantel (Link zu Ravelry) aus Lana Grossa Classic Tweed. Das Muster ist "Helmi" von Mari Muinonen.

Leider wuchs der Mantel nach der ersten Wäsche gehörig in die Länge, er wurde so lang, dass es direkt unangenehm war und auf Treppen am Boden schleifte, besonders wenn ich etwas in den Taschen hatte. Auch die Dreiviertelärmel waren zwar sehr stylish, aber im Alltag waren sie mühsam - es zog trotz langen Handschuhen oder Pulswärmern durch den Spalt und bah. Also beschloss ich, den Mantel zu kürzen und die Ärmel zu verlängern.


Das Verlängern der Ärmel hat gut geklappt. Die alten Ärmel hatten so eine Flappe, die fest vernäht, aber weil Style mit Knöpfen befestigt war. Die habe ich mir jetzt gespart und werde auch keine Knöpfe annähen, die bleiben nur hängen.


Nicht so gut geklappt hat das Kürzen der Länge - ich habe zu viel aufgetrennt und nun ist mein lieber Mantel eine Jacke. Wenn ich also mit den Ärmeln fertig bin, werde ich die untere Kante nochmals auftrennen und länger stricken. Bisschen dumm von mir, aufzutrennen ohne die Länge zu überprüfen. *seufz*


Das Mühsamste ist allerdings das Loch unter dem Ärmel! Ich weiß nicht, ob es ein Mottenloch ist oder ob ich den Ärmel einmal zu stark belastet habe, die Wolle ist nämlich nicht sehr reißfest. Das muss also geflickt werden und die ganze Sektion muss ein wenig verstärkt werden und auf der anderen Seite auch.

Ich habe mir zwar auch einige Sommerprojekte vorgenommen, aber für eines muss ich im Wollvorrat erst das Hauptgarn finden - wo das wohl hin ist? - und für das andere habe ich noch keine Ideen. Also ist es ganz ok, dass ich im Moment nicht viel zum Stricken komme. Hoffentlich schaffe ich es aber bald wieder zu sticken!

Monday, October 3, 2016

Warme Umhüllung

So, mein Gentle Cuddle ist fertig. Mit ein wenig Gefluche und viel Auftrennen. Nachdem ich jetzt schon einige Jacken für mich gestrickt habe, sehe ich langsam, wie ich Strickmuster auf mich anpassen muss, damit sie auch wirklich passen.


Wie hier beschrieben, basiert die Jacke auf dem Cubes Pullover - also zumindest die Zahlen für den Halsteil. Ich hatte mir die Größe L ausgesucht, denn ich habe endlich gemerkt, dass mein Rücken ja viel schmäler ist als meine Vorderseite. Als ich die 4. Reihe der Zunahmen fertig hatte, merkte ich, dass sie zu viel war. Es war einfach zu viel Stoff. Also trennte ich sie wieder auf und strickte gerade weiter und das war dann ok.

Aber ich habe jetzt auch gemerkt, dass die Distanz zwischen Schulter und Achselhöhle bei mir eigentlich nicht sehr groß ist. Von daher gibt es jetzt eine ausgeprägte Falte bei der Achsel, mit der ich halt leben muss. Die Ärmel gehen auch nicht ganz bis unter die Achselhöhle. Nächstes Mal experimentiere ich mal mit der kleinen Größe für den Anfang, vielleicht wird dann auch der Ausschnitt nicht ganz so riesig. Beziehungsweise gibt es ja auch die Methode, wo nur bei den Maschen für die Ärmel zugenommen wird ... aber da muss ich noch experimentieren.


Wahrscheinlich hätte ich ein paar der Maschen an den Ärmeln noch zum Körper dazugeben können. Schwierig wurde es mit den Taschen. Zuerst habe ich sie viel zu weit hinten angesetzt und mit den Körper mitgestrickt, aber das war keine gute Idee, sie wurden auch viel zu lang. Und die lila Wolle ist auch um einiges dünner als die graubraune, also habe ich den unteren Teil bis zur Farbgrenze wieder aufgetrennt und mehr Maschen zugenommen, damit auch mein Bauch genug Platz hat.


In der letzten Reihe vor dem Bündchen habe ich dann mit 2 Extraknäuelchen jeweils am Rand der Jacke über 20 Maschen doppelfädig gestrickt und die zusätzlichen 20 Maschen dann nach oben gestrickt. Oben bei der Farbgrenze angekommen reichte dann Kitchener Stitch, um die Tasche zu befestigen. Dann habe ich die Taschen noch eingefasst und dann war das untere Bündchen dran.


Als nächstes strickte ich die Knopfleisten, damit ich alles danach übriggebliebene Garn für die Ärmel verwenden konnte. Die Taschen waren an der Seite zur Knopfleiste noch offen, jetzt sollten sie geschlossen werden. Zuerst habe ich noch alle Fäden bei den Taschen vernäht, um mir später Mühe zu ersparen. Um auf der Innenseite nicht zu viel Material zu haben, was dazu führen könnte, dass die Knopfleiste nicht flach liegt, habe ich jeweils nur den äußersten Teil der Randmasche aufgenommen, normalerweise nehme ich die ganze Randmasche auf, damit alles ein wenig stabiler ist.

 

 Die Ärmel waren vergleichsweise einfach, ich musste nichts mehr auftrennen. Ich hatte noch ein paar recht kurze Restchen übrig und knotete sie alle aneinander, bis ich wieder ein kleines Knäuel hatte, aus dem habe ich dann vier kleine Fleckchen gestrickt, schräg, also mit einer Masche begonnen, daraus 2 gestrickt, in der nächsten Reihe aus einer Masche 2, also insgesamt 3 und dann am Rand immer zugenommen bis ich 9 Maschen hatte, in der Mitte ein Loch eingestrickt und dann wieder am Rand abgenommen bis 3 Maschen übrig waren, die 3 zusammengestrickt, aus.


Zusätzlich zu den 8 Knöpfen an der Knopfleiste nähte ich noch 4 Knöpfe an, die auch für sich allein gut aussehen. Ich wollte auch noch kleinere Knöpfe rundherum nähen, aber das wird glaube ich zu viel. Jedenfalls lassen sich die Flecken dranknöpfen. Die ganzen Enden und Knoten an den Fleckchen habe ich absichtlich nicht vernäht und ich finde das sieht ziemlich gut aus so.


Allerdings gibt mir das mit meinen Maßen schon zu denken. Wahrscheinlich sollte ich mich endlich mal komplett abmessen und diese Maße irgendwo notieren und dann jeweils Berechnungen anstellen, dann müsste ich nicht so viel auftrennen. Leider werden meine Maschenproben nie so, wie ich dann am kompletten Stück stricke. Auf jeden Fall bin ich sehr zufrieden mit der Jacke, sie ist schön, seeeehr warm - und ich habe die Wolle wirklich bis auf den letzten Fitzel aufgebraucht!

Monday, September 5, 2016

Vorsichtige Wiederbelebung

10.000 Jahre später ...

Ich möchte wieder über mein Gestricktes schreiben. In letzter Zeit habe ich so viel entwickelt und ausprobiert und es steht noch so vieles auf dem Programm und manchmal habe ich das Bedürfnis es aufzuschreiben. Besonders nachdem ich das komplette Blog nochmals gelesen habe - es macht schon Spaß. meine eigene Strickgeschichte zu verfolgen.

Allerdings werde ich von heute an auf Deutsch schreiben - nicht, weil ich nicht mehr Englisch schreiben mag, aber die Zusammensetzung meiner Strickblase hat sich verändert und ich mag mehr Menschen den Zugang zu meinen Texten ermöglichen.


In letzter Zeit habe ich wieder ein paar Kinderdinge gestrickt, denn Besuch bei den Niblingen steht auf dem Programm und ich stricke auch gerne Kinderkleidung auf Vorrat. In einem anderen Post möchte ich über meine Lieblingskonstruktionen schreiben, heute soll es um ein besonderes Muster gehen.

Rechts seht ihr ein Bild von Glühwürmchen, einem der Pullunder, aus schwarzer und sehr bunter Wolle mit vielen verschiedenen Farben gestrickt. In der Mitte des Ausschnitts sind drei Knöpfe. Die Träger und der untere Rand sind bunt, in der Mitte wechseln sich dicke schwarze Streifen mit dünnen bunten Streifen ab. Die bunten Streifen sind kraus gestrickt, die schwarzen glatt.

Ich finde den Pullunder so sehr nett, aber als ich das Strickstück umdrehte, um die Enden zu vernähen, fluchte ich ein wenig, weil die Innenseite noch schöner war als die Außenseite! Sie sah nämlich so aus:


Auf der verkehrt gestrickten Seite ergibt sich durch die bunten Maschen auf den schwarzen ein interessantes Muster, wie kleine Bögen oder Reißverschlusszacken, die ineinander greifen. Genau dieser Reißverschlusseffekt interessierte mich. Ich habe ihn nämlich bereits in einem anderen Strickstück erfolgreich angewendet.

Nachdem ich aber den Pullunder nicht umkehren konnte und nicht neu stricken wollte, bleibt die schöne Innenseite erst mal innen. Dafür wollte ich dieses Muster auf ein Jäckchen anwenden.


Als Vorlage verwendete ich den Cubes Pullover aus der Deep Fall Knitty 2014 und nannte mein Jäckchen Gentle cuddle.

Die graubraune Wolle dafür habe ich schon ewig. Ich kann nicht mehr genau sagen, wann sie in meinen Wollvorrat (bzw. Stash) kam, aber definitiv vor 2009. Der Eintrag des Garns, Lana Grossa Cashtweed, wurde 2007 erstellt. Manche Garne liegen bei mir so lange, sie werden ja nicht schlecht. Manche warten auf das perfekte Projekt, manche auf eine Kontrastfarbe. Und für dieses Garn fand sich endlich den perfekten Kontrast in Form von Lana Grossa Royal Tweed in einem rötlichen Hellviolett.



Also habe ich gleich das neue Muster ausprobiert und musste traurig feststellen, dass die Farbkombination dafür absolut ungeeignet war. Bzw. wenn ich geplant hätte, einen subtilen, verschwommenen Farbeffekt zu erzeugen, wäre es perfekt gewesen. Aber ich wollte doch, dass der schöne Reißverschlusseffekt sichtbar wurde.

Tat er aber nicht. Stattdessen gefiel mir die glatte Seite viel, viel besser und das Kontrastgarn leuchtete viel mehr aus der graubraunen Wolle hervor. Nur musste ich jetzt alles bis auf den Halsansatz auftrennen, denn mein Perfektionismus verlangte, dass die Vorderseite des Anschlags zu sehen war und nicht die Rückseite, die bei den glatten Maschen so kleine Knubbel macht, wie ihr links sehen könnt.



Das Reißverschlussmuster eignet sich also am Besten für Garne mit hohem Kontrast, wie ihr rechts bei meiner Katzenfamilie - also der vordersten Katze - sehen könnt. Es entsteht, wenn ihr mit zwei Farben strickt und die Farbe in jeder Reihe abwechselt. Die vorderste Katze ist komplett in der Technik gestrickt, aus dunkelbrauner und wollweißer Wolle.

Zwar habe ich für die Katze diese Technik nicht angewendet, aber für rundgestrickte Projekte im Reißverschlussmuster eignet sich die Helix-Stricktechnik ausgezeichnet. Ich möchte das demnächst in einer Mütze ausprobieren.

Monday, March 21, 2011

knitting statistics

I am a little ill at the moment, which I don't particularly enjoy, but I'm on the mend. Maybe I'll even be able to take some projects pictures later - after all, I finished a bunch of them and many still remain unphotographed. I now finally own a tripod, so taking pictures of myself actually wearing the projects should also be a little easier. And last Thursday, I officially became a Magistra of Philosophy.

However, I'm starting my 250th project recorded on Ravelry today and thought I'd show off a little. I've definitely knit more than 250 projects, but some weren't entered (because pre-Ravelry) and in two cases, two or more projects were entered as one entry, so 250 is the base of all the following numbers.







Of those 250 projects, 17 were frogged (so far - I'm thinking of frogging 3 further projects).
The oldest project added is this scarf-like thing, which was supposed to be a wall hanging, called Irish Cream.








 

I didn't frog it immediately after making it, it hung around in my room for ages, never used. Then, one day, I had an idea and frogged it so it could be reincarnated with some additional yarn as a Spring Blanket (which needs blocking badly).



 



7 projects are hibernating - they're half-finished or maybe even almost done, but I've stopped working on them and they've been languishing for a while. For example, my Kingfisher Socks need a second sock to be done.




 
7 projects are currently officially in the works, although of those, 3 have been languishing for a while as well and really need to be done. But if I put them into hibernation mode, I'm likely to forget about them, that's why they're at the top of my list. One of them is this Tachikoma amigurumi, a robot from the anime Ghost in the Shell and a birthday present for my brother that I started quite a while ago. Crochet just needs a lot more attention than knitting is all I can say ...


So, of those 250 projects, 219 are officially finished - now I'll split the 250 (219 in brackets) into different categories:
  • 19 (15) pairs of socks or slippers
  • 28 (24) shawls & wraps, a category including ponchos, shoulderwarmers and all the lovely lacy and non-lacy shawls I've knit so far
  • 50 (44) scarves and cowls
  • 52 (44) entries in the "Misc(ellaneous)" category, which includes blankets, bags, toys, potholders, knitted jewelry, cushions, cell phone socks and other various stuff
  • 18 hats, berets and headbands
  • 39 (35) gloves, mittens, fingerless gloves and wristwarmers
  • 34 (32) items of baby and children's clothing including baby hats, socks, vests, cardigans, pullovers and bibs
  • 10 (7) items of adult clothing - vests, pullovers and cardigans

And finally, let me brag a little more than I usually do: Of the 250 projects
  • 135 were intended for my own use or are in use by me now
  • 115 were made for or given to other people
  • 123 projects were designed by me
  • 30 projects were "modified", that is, I took an idea or a pattern from someone else and turned it into something of my own, so sometimes I will use a stitch pattern in a different project, sometimes I'll keep the main pattern but use a different stitch pattern, sometimes I'll change the shape from cardigan to vest, sometimes I'll combine the best aspects of two projects
  • and finally 97 projects were knit or started according to pattern.
And now that I've spent half a day on this, I'll go back to my 249th pattern, because it needs fixing and then I'll officially start the 250th.

Tuesday, January 19, 2010

there's no end in sight

I have amazing projects in my (Ravelry) queue.

There's these, this, this one, this, and finally, this. I have the yarn and needles and pattern for every project. I have had the yarn for some of those projects for a long time. I've even swatched for some of those projects. But am I making any of these? No.

My main projects (those I'm supposed to be working on ... besides the thesis) are all for other people. There's the Tachikoma for my brother that requires undivided attention (as crochet always does)((Rav link), there's the headband for my mother (now finished), because the other one I knit got stolen - also needs almost undivided attention or at least a movie I know by heart and then there's the second one of the Aviatrix baby hats, just in case the first one doesn't fit. There are fifteen more baby things on my queue. Some of those won't be knit, others will be knit multiple times.

But I just want to knit this one again:
This is the Little Luxury Kimono, Rav link here. I love it. It can be made completely seamlessly, if you don't count kitchenering the shoulder seams (and I don't). You start at the bottom and oh, how many patterns I want to try out to make the bottom look all obi-like. For this one, I used one of my favorites, double moss stich aka broken rib stitch. Then you could use a cable or other cast-on for the ties, but I didn't because ... well, next time. Don't forget to make a hole for one tie to go through. Then separate the whole thing for the armholes, finish it, kitchener the shoulders and pick up stitches for the sleeves. Reverse the sleeve directions and ta-daa! Seamless kimono!

The yarn for this sweater is Lana Grossa Bingo, 100% merino and my favorite bulky workhorse yarn. This yarn has also been in my possession for ages. When I bought it, I had just come across Knitty, so it was 2005 and in Knitty's 2005 spring edition there was this pattern: Cleaves. I wanted it. I coveted it. But I didn't knit it, because I was busy knitting other things. I still wanted it. Then Ravelry came around and convinced me not to knit it. So what to do with the lovely yarn? I made a Springtime Bandit, which looked like nice enough, but ... I didn't like it all that much (Rav link). So, I decided to frog it and reuse the yarn for my vicarious my friend's baby. And am I ever glad I did.